Pressemitteilung
Rückblick auf den Workshoptag im Konflikt Dilemma Training am 17. Januar 2026 in Daubringen
Am 17. Januar 2026 fand im Wohnzimmer des ImPuls in der Friedhofstraße 11 in Daubringen ein gemeinsamer Workshoptag statt. Eingeladen hatte das DABEISEIN Team gemeinsam mit dem JuFo und dem Bündnis. Zahlreiche Teilnehmende nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur inhaltlichen Arbeit.
Der Tag begann mit Abstimmungen zu aktuellen Anträgen. Anschließend folgte ein gemeinsames Demokratietraining anhand der Konflikt Dilemma Methode unter der Leitung von Ida Schulz und Konstantin Korn. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie demokratisches Miteinander gelingen kann und wie Entscheidungen fair ausgehandelt werden. Die Übungen boten Raum für Perspektivwechsel und persönliche Reflexion.
Nach der Mittagspause vertieften die Teilnehmenden das Thema Extremismus. In offenen Gesprächen wurde eine erste gemeinsame Situationsanalyse vorgenommen. Dabei wurde deutlich, dass gesellschaftliche Debatten zunehmend von Polarisierung geprägt sind. Viele Menschen sprechen übereinander statt miteinander. Begriffe werden schnell genutzt, oft ohne genaue Prüfung ihres Inhalts.
Gemeinsamer Appell für einen achtsamen demokratischen Dialog
Ein zentrales Ergebnis des Tages war ein gemeinsamer Appell zu mehr Achtsamkeit in Sprache und Haltung.
Die Teilnehmenden rufen dazu auf, genau zu prüfen, welche Begriffe verwendet werden und warum. Worte schaffen Wirklichkeit. Wer Begriffe unbedacht wiederholt, trägt dazu bei, dass sich bestimmte Bilder verfestigen. Deshalb soll genauer hingehört und nachgefragt werden.
Es braucht eine Haltung der höflichen und neugierigen Nachfrage. Aussagen sollen mit Wissen über demokratische Grundlagen abgeglichen werden. Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht.
Zugleich wurde betont, dass klare Grenzen notwendig sind, wenn demokratische Grundprinzipien angegriffen werden.
Besonders besorgniserregend sind gewalttätige Entwicklungen im Bereich des Rechtsextremismus. Monitoringberichte zeigen hier eine hohe Zahl an Gewalttaten gegen Menschen. Diese Form der Gewalt wollen die Teilnehmenden in keiner Weise hinnehmen.
Die Gruppe erinnert daran, dass Demokratien sich daran messen lassen müssen, wie sie mit Minderheiten umgehen. Wachsamkeit, Dialogbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein sind dafür entscheidend.
Der Workshoptag war ein erster gemeinsamer Schritt. Weitere Veranstaltungen zu Themen wie Extremismen, Freiheit und Sicherheit, soziale Medien, Desinformation und gesellschaftliche Spannungen sind in Planung. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen einander zuhören, Fragen stellen und gemeinsam Verantwortung für eine lebendige Demokratie übernehmen.